Traditionsverband SCHWÄLMER ARTILLERIE 1992 e.V.

Gegründet am 19.Mai 1992, Harthberg - Kaserne, 34613 Schwalmstadt

 

Wer sind wir? Was tun wir?


Als 1991 der Bundesminister der Verteidigung entschieden hatte, neben vielen anderen Reduzierungen innerhalb der Bundeswehr auch die 2. (Hessische) Panzergrenadierdivision mit den Brigaden 4 und 6 sowie mit dem Artillerieregiment 2 außer Dienst zu stellen, hatte die Schicksalsstunde der "Schwälmer Artillerie" geschlagen.

Mit Auflösung des Raketenartilleriebataillon 22 am 17. September 1992 und des Feldartilleriebataillon 21 am 17. September 1993 wurden die Truppenfahnen dieser Verbände dem Raketenartilleriebataillon 701 (später 132), bzw. dem Beobachtungsartilleriebataillon 701 (später 131) in SONDERSHAUSEN , bzw. in MÜHLHAUSEN in THÜRINGEN übergeben.

Stab und Stabsbatterie Artillerieregiment 2, Lüttich - Kaserne in KASSEL und die Begleitbatterie 2 wurden am 02. Juni 1993 in der Harthberg - Kaserne in TREYSA außer Dienst gestellt.


Obgleich bekannt war, dass die Tradition des Artillerieregiment 2 durch das neu aufgestellte Artillerieregiment 70 (heute: Artillerieregiment 100) in MÜHLHAUSEN weiterzuführen ist, entschieden sich am 19. Mai 1992 aktive und ehemalige Soldaten und Zivilbedienstete der beiden Artillerieverbände und der Begleitbatterie 2 am Harthberg in TREYSA zur Gründung des Traditionsverbandes "Schwälmer Artillerie". Am 25. Juni 1992 wurde der Traditionsverband "Schwälmer Artillerie" in das Vereinsregister eingetragen und am 21. Juli 1992 durch das Finanzamt Schwalmstadt als gemeinnützig anerkannt.


Neben der Pflege der übernommenen Gegenstände in den Traditionsräumen im Gebäude 71 und auf dem Traditionsplatz (seit 29. Juni 1992 = Artillerieplatz) steht die Pflege der Kameradschaft der Mitglieder untereinander an erster Stelle. Dies geschieht bei den jährlich feststehenden Terminen, wie der Stammtisch (jeweils Sonntags zu Quartalsbeginn, außer Monat Juli), die Mitgliederversammlung im I. Quartal eines jeden Jahres sowie die traditionelle BARBARA - Feier zu Ehren der "Heiligen BARBARA" (Schutzpatronin aller Artilleristen) im Dezember jeden Jahres.

Seit 1994 führt der Traditionsverband für seine Mitglieder und deren Angehörige so genannte Jahresfahrten durch, und seit 1992 beteiligen sich die Artilleristen jedes Jahr (wenn möglich!) mit einem Motivwagen am Festzug der TREYSAER "Hutzelkirmes" am 2. Sonntag im August.


13 Jahre nach dem Tod des ehem. Treysaer Bürgermeisters Ernst HOHMEYER ehrte der Traditionsverband dessen verdienstvolles Wirken um die Bundeswehr im Standort TREYSA mit der Benennung einer Straße nach ihm: Die Ringstraße in der ehem. Harthberg - Kaserne hieß vom 09. Juli 1993 bis 31. Dezember 2006 "Ernst - Hohmeyer - Ring".


1997, 2000 und 2004 führte der Verband für die Mitglieder und für die ehemaligen Angehörigen der Artillerieverbände ein "Ehemaligen - Treffen" durch, das alle 3 oder 4 Jahre (wenn möglich!) stattfinden soll.

Am 17. Oktober 1997 ist der Verband mit dem Nachschubbataillon 51 (Harthberg - Kaserne) eine Patenschaft eingegangen; gleichzeitig wurden an diesem Tage die Truppenfahnen FArtBtl 21 und RakArtBtl 22 durch das Artillerieregiment 13 an den Kommandeur des Nachschubbataillon 51 in würdiger Form übergeben. Somit ist seit diesem Tage die Tradition der "Schwälmer Artillerie" wieder an ihrem angestammten Platz in der Harthberg - Kaserne in TREYSA.

Neben den beiden Traditionsräumen 17 und 18 im 1. Stock des Gebäudes 71 verfügt der Verband seit dem 20. November 1998 über den "Sankt - BARBARA - Keller" im selben Gebäude. (Alle Räume wurden in Eigenleistung durch die Vorstandsmitglieder renoviert.

Am 28. Juni 1999 erwarb der Traditionsverband einen Borgward - Kübel - 0,75t ( Baujahr 1960), restaurierte das Fahrzeug und brachte "alte", so genannte Zugehörigkeitszeichen an. Der Verband setzt das Fahrzeug zu besonderen Anlässen und zu den Festzügen der Treysaer "Hutzelkirmes" ein.

Für das Nutzen aller Liegenschaften bestand zwischen der Standortverwaltung HOMBERG/EFZE und dem Traditionsverband vom 01. Dezember 1997 bis 31. Dezember 2006 ein Nutzungsvertrag. Der Verband hatte für die Nutzung ein Entgelt zu zahlen.

Die Mitgliederversammlung am 09. März 2002 hat u.a. eine Satzungsänderung beschlossen: Seit dieser Zeit führt unser Verband den Namen Traditionsverband SCHWÄLMER ARTILLERIE 1992 e.V.


Der Umbruch in der Bundeswehr ist ab 2005 mit zahlreichen Standortschließungen verbunden. So auch zum 31. Dezember 2005 mit der Schließung des Standortes HOMBERG/EFZE. Der Traditionsverband SCHWÄLMER ARTILLERIE 1992 e.V. übernimmt nach Auflösung des Raketenartilleriebataillon 55 (ehemals Panzerartilleriebataillon 55) am 13. November 2005 traditionswürdige Gegenstände.

Am 31. Dezember 2006 werden die Tore der Harthberg - Kaserne nach 45 Jahren, 3 Monaten und 10 Tagen für die Bundeswehr geschlossen!

Am 17. Oktober 2007 überlässt die Stadt SCHWALMSTADT im Gebäude 17 der ehem. Harthberg - Kaserne dem Traditionsverband 6 Räume zur Nutzung, die am 27. Februar 2009 vertraglich mit der Stadt geregelt wird.

Am 25. Oktober 2007 wird mit dem Umzug in das Gebäude 17 begonnen.

Die BIMA (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) genehmigt der Schwälmer Artillerie die Verlegung des Artillerieplatzes in die Nähe des Gebäudes 17. Am 20. Februar 2008 wird ein Gestattungsvertrag mit der BIMA geschlossen, der durch den Kauf der Restteile der ehemaligen Harthberg - Kaserne durch die Stadt SCHWALMSTADT am 01. September 2009 durch diese übernommen wird.

Nach der Demilitarisierung der Feldkanone 155 mm (US) wird diese an ein Museum abgegeben und erhält im Tausch am 05. Juni 1009 eine Feldhaubitze 105 mm (US), M2 A1/M101.

Am 05. September 2009 ist der neue Artillerieplatz fertig gestellt.

Kommandowechsel bei der 18. Mitgliederversammlung der SCHWÄLMER ARTILLERIE am 13. März 2010: Nach fast 18 Jahren übergibt Günter SCHWARZ das Amt des 1. Vorsitzenden an Oberstabsfeldwebel a.D. Hans Günter WALD.


Dem Traditionsverband gehören z.Zt. 258 Mitglieder an. Diese zahlen einen jährlichen Beitrag von (z.Zt.) 7,00 € und werden vom Vorstand 2 x im Jahr mit einem Rundschreiben über Aktuelles im Verband informiert.


Günter S c h w a r z
16. März 2010